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Evaluation des Wissenschaftszeitgesetzes

März 26th, 2020 by David Georg Reichelt · Hinterlasse einen Kommentar

Die GEW hat das neue Wissenschaftszeitgesetz evaluiert. Nach aktuellen Befristungsvorschriften dürfen Wissenschaftler aus zwei Gründen befristet angestellt werden: Auf Basis eines Qualifizierungsziels (bspw. Vertragsabschluss bis zum voraussichtlichen Abschluss der Promotion oder bis zur voraussichtlichen Fertigstellung einer Publikation) oder aufgrund einer Projektbefristung (Vertragsabschluss bis zum Projektende). Die Alternative – eine unbefristete Anstellung wissenschaftlicher Mitarbeiter – gibt es in der Praxis kaum.

Infolge der Novelle wurde die Anstellungsdauer im Schnitt von 24 auf 28 Monate erhöht und der Befristungsanteil ist von 90% auf 89% leicht gesunken ist. Für die Analyse wurden Ausschreibungen von elf Universitäten analysiert. Gleichzeitig hat sich aber die Anzahl der wissenschaftlichen Mitarbeiter von 1994 bis 2018 verdoppelt, die Anzahl der Promotionen ist aber nur um ein Viertel gestiegen.

Die gew fordert deshalb u.a., den Begriff Qualifizierungsziel zu definieren und so einzugrenzen, dass nur Promotion oder Habilitation und keine Zwischenschritte möglich sind und dass promovierte Wissenschaftler nur dann befristet angestellt werden, wenn gleichzeitig eine Entfristungsperspektive gegeben wird.

Wie seht ihr das? Welche Maßnahmen haltet Ihr für angemessen, um Wissenschaftlern größere Rechtssicherheit bei der Anstellung zu geben? Schreib uns an post@prorat.uni-leipzig.de

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