Der PromovierendenRat

Die Promovierendenvertretung der Universität Leipzig

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Wozu auf die Doktorandenliste?

April 1st, 2016 by Ronja Flick · Hinterlasse einen Kommentar

Immer wieder erreichen uns Fragen zu den Doktorandenlisten der Fakultäten: Wann sollte, wann muss man sich eintragen? Was ist, wenn der Eintrag nur für eine gewisse Frist gilt und die Doktorarbeit nicht rechtzeitig fertig ist? Kann man verlängern?

Die Regelungen der Fakultäten zum Thema Doktorandenliste sind uneinheitlich. Darüber, wie sie speziell an eurer Fakultät aussehen, gibt die jeweilige Promotionsordnung Auskunft, die ihr auf der Uni-Homepage unter „Amtliche Bekanntmachungen“ findet. Sollten weitere Fragen offen sein, nachdem ihr die Promotionsordnung konsultiert habt, kann euch in der Regel der Dekanatsrat bzw. die Dekanatsrätin helfen.

Eines haben trotz der vielen unterschiedlichen Bestimmungen alle Promotionsordnungen gemeinsam: Der Eintrag in die Doktorandenliste ist die Voraussetzung für die Eröffnung des Promotionsverfahrens. Häufig trifft man Formulierungen an wie: „Ein Antrag auf Aufnahme in die Doktorandenliste ist eine Äußerung der Absicht, innerhalb der nächsten … Jahre an der Fakultät promovieren zu wollen. Ein solcher Antrag ist zwingende Voraussetzung für die Promotion an der Fakultät. Er ist nicht identisch mit dem Antrag auf Eröffnung eines Promotionsverfahrens.“

Was bringt euch der Eintrag in die Doktorandenliste noch?

  1. Wenn ihr in eine Doktorandenliste eingetragen seid, könnt ihr euch in einen Promotionsstudiengang an der Universität Leipzig immatrikulieren. Dann müsst ihr zwar Semesterbeiträge zahlen, könnt aber auch Vorteile in Anspruch nehmen, die der Studierendenstatus mit sich bringt. Zudem setzen einige Stipendiengeber den Promotionsstudierenden-Status für die Gewährung einer Förderung voraus.
  2. Wenn ihr weder Promotionsstudierende noch Angestellte (und damit Mitglieder) der Universität Leipzig seid, seid ihr zumindest Angehörige der Universität (siehe Grundordnung §5 Abs. 1), sobald ihr in eine Doktorandenliste eingetragen seid.
  3. Wenn ihr dank des Eintrags in die Doktorandenliste immerhin Angehörige der Universität seid (auch wenn ihr als „externe Doktoran_innen“ geltet) könnt ihr in den Genuss verschiedener Dienstleistungen kommen, die die Universität anbietet. Ihr könnt z.B. kostenlos die Universitätsbibliothek nutzen oder Dienste des Rechenzentrums in Anspruch nehmen.
  4. Der Eintrag in die Doktorandenliste bringt darüber hinaus eine gewisse Rechtssicherheit mit sich, weil ihr damit durch das Dekanat als Doktorand_innen eurer Fakultät anerkannt seid. Teilweise ist der Eintrag in die Doktorandenliste mit dem Abschließen einer Betreuungsvereinbarung verbunden, etwa an der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften. Für Promovierende, die Mitglieder der Research Academy Leipzig sind, ist der Abschluss einer Betreuungsvereinbarung Standard. Eine Betreuungsvereinbarung ist einerseits eine Verpflichtung für euch, andererseits wird darin geregelt, wie und in welchem Umfang euer Betreuer bzw. eure Betreuerin euch bei eurer Dissertation begleiten muss. Wenn ihr anerkannte Doktorand_innen eurer Fakultät seid, kann die Fakultät euch außerdem unter Umständen unterstützen, falls es in irgendeiner Weise zu Problemen mit eurem Betreuer bzw. eurer Betreuerin kommt, die den erfolgreichen Abschluss eurer Promotion gefährden, z.B. wenn die betreffende Person schwer erkrankt und euch nicht mehr weiter betreuen kann. An der Fakultät für Chemie und Mineralogie ist das sogar explizit in der Promotionsordnung §2, Abs. 7 festgelegt: „Sind für einen in die Doktorandenliste aufgenommenen Kandidaten die Voraussetzungen nach Absatz 2 Nr. 2 [also die Bereitschaft eines Betreuers zur Betreuung sowie die Bereitschaft eines Hochschullehrers zur Begutachtung der Arbeit] nicht mehr gegeben, unterstützt der Fakultätsrat den Kandidaten bei der Suche nach einem anderen Betreuer und Gutachter seiner Promotionsarbeit“.
  5. Last but not least: Wer in die Doktorandenliste einer Fakultät eingetragen ist, besitzt das passive und aktive Wahlrecht für die Promovierendenvertretung an der Universität Leipzig. Das heißt, er oder sie kann sowohl für den PromovierendenRat kandidieren als auch den PromovierendenRat wählen! (Die nächste Wahl findet übrigens am 31. Mai und 1. Juni 2016 in den Wahllokalen der Fakultäten statt.)

Wann, wie und für wie lange also auf die Doktorandenliste?

Die allgemeinen Voraussetzungen für den Eintrag in die Doktorandenliste einer Fakultät könnt ihr im Leitfaden für Promovierende unter 1.2 nachlesen. Viele Fakultäten bieten ein Formular an, das entweder auf der Fakultäts-Homepage oder als Anhang der Promotionsordnung zur Verfügung gestellt wird. Bei einigen ist ein formloser Antrag zu stellen. Wir haben hier eine Übersicht für euch zusammengestellt, wie der Antrag auf Eintrag in die Doktorandenliste jeweils zu stellen ist. Der Übersicht könnt ihr außerdem entnehmen, zu welchem Zeitpunkt der Eintrag in die Doktorandenliste an der jeweiligen Fakultät vorgesehen ist, wie lange der Eintrag gilt sowie ob und um welche Zeiträume man den Eintrag verlängern kann.

Noch Fragen? Dann könnt ihr uns die jederzeit an post@prorat.uni-leipzig.de mailen. Oder ihr kommt einfach zur nächsten Beratungsstunde ins ProRat-Büro.

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