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Was bringt der neue Hochschulentwicklungsplan?

März 16th, 2016 by Ronja Flick · Hinterlasse einen Kommentar

Gestern hat Ministerin Stange im SMWK die Eckpunkte des Hochschulentwicklungsplans bis 2025 vorgestellt. Dieser Plan steht unter einem generellen Vorbehalt: Nur wenn sich Ministerium und sächsische Hochschulen auf gemeinsame Ziele und Profile einigen können, wird es keinen weiteren Stellenabbau geben – wenn nicht, werden in den nächsten acht Jahren noch 754 Stellen gestrichen.

Nach wie vor steht die Reduzierung der Studierendenzahlen auf der Agenda: „Durch ein günstigeres Betreuungsverhältnis soll die Qualität der Lehre steigen“. Es bleibt zu hoffen, dass auch berücksichtigt wird, welche negativen Auswirkungen die Verringerung der Studierendenzahlen haben kann.

Der Hochschulentwicklungsplan soll dazu führen, dass die Hochschulen des Freistaates Schwerpunkte in Lehre und Forschung herausbilden und diese aufeinander abstimmen bzw. miteinander verzahnen. Für die Uni Leipzig bedeutet das beispielsweise, dass die Ausbildung von Jurist_innen hier konzentriert und dafür an der TU Dresden eingestellt wird. Auch an anderen Hochschulen sollen Fachbereiche aufgegeben werden.

Weitere, übergreifende Ziele des Hochschulentwicklungsplans sind die Stärkung der Fachhochschulen und die Erhaltung der hohen MINT-Quote in der Fächerstruktur. Insgesamt soll die sächsische Wissenschaftslandschaft weiterhin ein breites Fächerspektrum umfassen.

Wichtig für die Uni Leipzig ist in diesem Zusammenhang wohl auch der Satz: „Unikate Studienfächer sollen erhalten bleiben“, der ebenfalls der Medieninformation des SMWK zu entnehmen ist. Was er für die gefährdeten Lehrstühle und Institute bedeutet, bleibt abzuwarten. Für den Erhalt der Leipziger Theaterwissenschaft sollen ein neuer Bachelor- und ein neuer Master-Studiengang auf den Weg gebracht werden, aber ob das eine nachhaltige Lösung ist, muss sich erst herausstellen. Ein Pharmazie-Studiengang soll Sachsen durch die Kooperation mit der MLU Halle erhalten bleiben, wie gestern auch die LVZ berichtete.

Die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) zieht in einer Pressemitteilung ein überwiegend kritisches Fazit zu den vorgestellten Leitlinien der zukünftigen Hochschulentwicklung.

P.S.: Das LUMAG gibt eine Übersicht über die Eckpunkte, die sich auf die Uni Leipzig auswirken werden (der Artikel kann über das Intranet abgerufen werden). Auch die l-iz berichtet ausführlich über die Vorstellung des Hochschulentwicklungsplans.

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