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ProRat fordert Beibehaltung des Zeitschriftenangebots der Unibibliothek

August 6th, 2013 by Thomas Schmid · Hinterlasse einen Kommentar

Wie der StudentInnen-Rat (StuRa) der Universität Leipzig im Juli öffentlich gemacht hat, musste die Bibliothek der Universität (UBL) vor kurzem wegen Mittelkürzungen zahllose wissenschaftliche Zeitschriftenpakete und Datenbanken kündigen. Durch den Verzicht auf ein dutzend Verlagsabonnements – und damit hunderter Fachzeitschriften wie den renommierten Publikationen Science oder Nature – sowie fast 20 Datenbank-Zugängen sollen ab 2014 mehr als 1,5 Millionen Euro eingespart werden. Am härtesten wird dies die medizinischen und naturwissenschaftlichen Fakultäten treffen (Kürzungen: mehr als 1,25 Millionen Euro).

Neben Studierenden und Hochschullehrern wird davon im Alltag insbesondere der akademische Mittelbau, also das Rückgrat der universitären Forschung, betroffen sein: Aktuelle Forschungsergebnisse werden nicht mehr zugänglich sein, das Recherchieren und Nutzen von vorhandenem Wissen erschwert. Gerade dem wissenschaftlichen Nachwuchs werden so mittelfristig viele Möglichkeiten nachhaltig verbaut. Auch die politischen Vorgaben der Landesregierung an die universitäre Forschung, möglichst viel zu publizieren und möglichst viele Anträge auf Drittmittel-finanzierte Projekte zu stellen, werden dadurch massiv torpediert.

Der ProRat fordert deshalb das Land Sachsen nachdrücklich auf, die Beibehaltung des bestehenden Zeitschriftenangebots und aller Recherche-Datenbanken zu gewährleisten. Insbesondere fordert der ProRat das zuständige Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) auf, endlich auf dessen bisherige Praxis so genannter „Sonderzahlungen“ zu verzichten und der Universitätsbibliothek Leipzig umgehend und dauerhaft eine ausreichende finanzielle Grundsicherung zuzusichern.

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