Der PromovierendenRat

Die Promovierendenvertretung der Universität Leipzig

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Kritik an Ausweitung von Stipendien

April 5th, 2012 by admin · Hinterlasse einen Kommentar

In einem kürzlich erschienenen Spiegel-Online-Artikel wird die fehlende soziale Absicherung der Stipendiaten der Max-Planck-Institute thematisiert, während demgegenüber die angestellten Promovierenden sozialversichert sind. Befürchtet wird, dass dies zulasten regulärer, sozialversicherungspflichtiger Stellen geht.

Das PhD-Netzwerk der Max-Planck-Doktoranden weist zusätzlich dazu in einer Stellungnahme zum Artikel daraufhin, dass auch die Promovierenden der anderen großen Forschungsorganisationen in Deutschland (Helmholtz‐Gemeinschaft, Fraunhofer‐Gesellschaft und Leibniz‐Gemeinschaft) von diesem Problem betroffen sind. Weiter heißt es darin, die Organisationen handelten „weitgehend nach Richtlinien von Bund und Ländern. Solange die politisch Verantwortlichen Stipendien für ein sinnvolles Instrument halten und aktiv fördern, werden die Forschungsorganisationen auch Stipendien vergeben.“

Auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist sich dieser Problematik bewusst, und hat bei einzelnen Graduiertenkollegs die Stipendien durch sozialversicherungspflichtige Teilzeit-Stellen ersetzt. So geschehen im Graduiertenkolleg „Bruchzonen der Globalisierung“ an der Research Academy Leipzig, nachdem die Problematik von Promovierenden gegenüber DFG-Vertretern angesprochen wurde. Bewegung in der Sache ist also möglich. Wie sich diese Regelung nun aber mit dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz verträgt, wird erst die Zukunft zeigen.

Nachtrag vom 06. April: Im Tagesspiegel hat inzwischen auch Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Stellung zum Spiegel-Online-Artikel genommen. Fragwürdig ist allerdings die Prämisse, dass man in der Promotionszeit „an wissenschaftliches Arbeiten herangeführt wird“. Dies ist bereits Aufgabe des vorangegangenen Diplom-/Magister-/Masterstudiums.

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